Ernteclub (ECW)

Logo Ernteclub Wulmstorf

Erntenachmittag 2020 in Wulmstorf als Ersatz für großes Fest

Erntenachmittag Wulmstorf 2020 des ECWVor der versammelten Dorfjugend und den Gästen präsentieren Annika Weiß und Jannik
Osmer die Wulmstorfer Erntekrone. Foto: albrecht

Es gab zwar kein traditionelles Erntefest - aber zu einem Erntenachmittag hatte die Wulmstorfer Dorfjugend eingeladen: mit Erntekrone, Erntegebet und ein bisschen Geselligkeit. Und das alles unter den auferlegten Corona-Hygieneregeln. „Uns war und ist die dörfliche Kommunikation wichtig. Deswegen haben wir alles darangesetzt, um zumindest einen kleinen Ersatz auf die Beine zu stellen", meinte Depke Fehsenfeld von der Erntejugend. Für sie und noch weitere 35Jungs und Mädels aus Wulmstorf gab es einen Batzen an Arbeit zur Vorbereitung.

Das Dörphus ist für solch eine Zusammenkunft zu klein. Da kam „der fliegende Holländer" in Person von Wim Rooseboom mit seiner ldee gerade recht. Der Geschäftsmann hat kürzlich in Wulmstorf ein Geschäft für Antikes und Curiosa eröffnet und hätte, wenn nicht Corana gekommen wäre, hinter dem Geschäft auf der großen Grüınfläche gerne einen großen Flohmarkt installiert. Diese Wiese mit vieler bunten Blühstreifen war auch ideal für den Erntefestnachmittag. Die Jugendlichen hatten vorher ein Hygienekonzept eingereicht, das eine Veranstaltung mit Abstandsregelungen für 200 Personen unter freiem Himmel erlaubte. Dazu wurden im Vorfeld fast 200 Eintrittskarten mit entsprechender Registrierung verkauft. Für die Gäste wurden Boxen für jeweils zehn Personen auf der Grünfläche abgesteckt. Die Laufwege mussten mit Maske eingehalten werden. „Für die Bereitstellung der Fläche ein dickes Dankeschön an Wim", so Mitorganisator Fehsenfeld.

Die Erntejugend in einheitlichem Outfit und mit Maske versammelte sich am großen Erntewagen. Jannik Osmer und Annika Weiß sprachen das Erntegebet. Dabei wurde nicht nur die eingebrachte Ernte thematisiert, sondern auch Corona. Es gab sogar ein Dankeschön an die Regierung für die umsicrtigen Entscheidungen.
„Homeoffice hat auch viele Vorteile. Die Straßen sind viel leerer. Allerdings war die Zeit für Kunst und Kultur beispielsweise eine Tortur", sagte Erntebraut Annika Weiß in ihrem Vortrag.
„Und deswegen wollen wir diesen alten Brauch fortführen", sprach Bräutigam Jannik Osmer und forderte zwei junge Männer auf, die Erntekrone zu enthüllen. Applaus von den Besuchern begleitete die Szenerie. „Dieser Kranz wird nun Mittelpunkt des Nachmittages sein", verkündete Osmer. Und wenn er Nachmittag sagte, dann meinte er das auch so. Es gab nur einen einen kleinen Umtrunk - es wurden für die Boxen Kaltgetränke mit Selbstbedienurg bereitgestellt, und den kleinen Hunger stillten Würstchen und Pommes. Um 16.30 Uhr war der ganze Nachmittag zu Ende. „Wir haben dann aufgeräumt, und um 19 Uhr war von dem Erntenachmittag nichts mehr zu sehen", resümierte Annika Weiß.

Vermisst wurde von der Erntejugend der Bürgermeister - zumal er ja aus Wulmstorf kommt. Auch Thomas Metz bedauerte sein Fehlen auf Nachfrage, aber eine wichtige Familienangelegerheit habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem war Metz voller Hochachtung dafür, dass dieJugend mit sehr viel Elan den Nachmittag organisiert hatte. „Wo doch so viele Veranstaltungen ausfallen. Kämpfen lohnt sich. Gute Ideen und Lösungen zu finden, scheint der Weg zu sein, um überhaupt kulturell etwas auf die Beine zu stellen", so Metz. ha

Quelle: Kreiszeitung v. 06.10.2020

 

Ernteclub Wulmstorf 2019Erntefest in Wulmstorf 2019

 

Ernteclub Wulmstorf bei Facebook