Besuch der Bewertungskommission
Wulmstorf warf alles in die Waagschale
"Unser Dorf hat Zukunft": Bewertungskommission war im Ort unterwegs / Birnenallee, Pralinés mit Logo und vieles mehr
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Neben Bassen, Otterstedt und Neddenaverbergen hat sich Wulmstorf im Landkreis Verden für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" angemeldet. Eine Prüfungskommission war in den vergangenen Tagen unterwegs und nahm die einzelnen Orte unter die Lupe, um den Sieger und künftigen Vertreter für die Landesebene zu ermitteln.
Ziele des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgeschriebenen Wettbewerbs sind die Verbesserung der Zukunftsperspektiven in Dörfern und die Steigerung der Lebensqualität in ländlichen Räumen.
Wulmstorf hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, um die Kommission zu überzeugen. Die Vorsitzende der Bewertungsgruppe, Ulla Schobert, erläuterte: "Die Leistungen der Dörfer werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Ausgangslage und individuellen Möglichkeiten der Einflussnahme bewertet. Es soll deutlich werden, welche Ziele sich die Bevölkerung für ihr Dorf gesetzt hat und was getan wurde, um diese Ziele zu erreichen. Besonderer Wert wird auf Maßnahmen und Aktivitäten der letzten Jahre gelegt".
Da hat Wulmstorf schon einiges getan. Samtgemeindebürgermeister Gerd Schröder hatte den gerade fertig gestellten Dorferneuerungsbericht dabei. Nun ist zu überlegen, welche Maßnahmen gemeinsam mit Rat und der Gesellschaft für Landeskultur und Landesplanung (GLL) umgesetzt werden.
Mit einem Planwagen wurde die Kommission durch den Ort chauffiert. Der Vorsitzende des Dorfvereins, Alfred Gehrke, Ralf Radeke, Sprecher der Dorferneuerung, sowie Bürgermeister Diethelm Ehlers vermittelten die Visionen und Vorstellungen der Einwohner.
Es gab einen Stopp am Kinderspielplatz, Hinweise auf die Birnenallee, Erläuterungen zum Gewerbegebiet, zu alten Fußwegen, sowie Ausführungen zum Friedhof, der Kapelle mit Glockenturm und dem Denkmal. Auch der Fahnenmast mit Dorflogoflagge und Bepflanzungen wurden gezeigt. In der Mühle gab es eine Ausstellung und die Vorstellung aller Vereine und Gruppen von Wulmstorf. Dazu wurden Birnencocktails serviert.
Konditorin Susanne Schinkel hatte feinste Pralinés mit dem Dorflogo kreiert, und der Brieftaubenverein "Weserbote" ließ Tauben gen Himmel steigen. Berichte über die Landwirtschaft, Natur und die Wulmstorfer Fuhren schlossen sich an.
Zum Abschluss wurde die Kommission durch die Jagdhornbläser "Allerort" auf dem Arendtshof zu Kaffee und Kuchen empfangen und mit einer Einlage des Männerchores verabschiedet.
"Wir haben alles in die Waagschale geworfen", betonte Alfred Gehrke. Aber wie auch entschieden wird: Wulmstorf hat auf jeden Fall eine Zukunft und auch Menschen, die sie gestalten. • Achimer Kreisblatt 27.09.2008









